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Hako 2000V Vergaser Probleme nach Umbau

Hallo Leute,

Ich bin neu im Forum.  Wir haben seit ein paar Jahren einen Hako 2300 D im Einsatz, welcher uns bei der hausmeisterlichen Betreuung eines mehrere Hektar großen Grundstückes gute Dienste leistet. Da der aktuelle Hako länger schon keine Wartung mehr erfahren hat, hatten wir uns vor geraumer Zeit einen Hako 2000V dazu gekauft um die Fahrzeuge wechseln zu können. 

Der neue Hako lief nach einer Komplettrestauration im letzten Winter einwandfrei und zuverlässig, bis er eines Tages stehen blieb und nicht mehr ansprang. 

Nach mehreren Versuchen sprang er zwar an, rauchte aber so stark weiß, dass unser komplettes Haus außen eingeräuchert war. 

Nachdem ich ein Problem mit der Zündung ausgeschlossen hatte, da diese schon elektronisch ist und der Hako auch grundsätzlich läuft und hochdreht, hatte ich den Vergaser zerlegt, gereinigt und kontrolliert. Es schien nichts verstopft, etwas Rost in der Wanne, nur die Vergasernadel war nicht wie auf den Reparatursatz-Bildern abgebildet unten spitz, sondern relativ flach und rund, was mir komisch vorkam.

Nach dem Zusammenbau ließ sich der Hako zwar mit Bremsen-Reiniger oder einem vorgehaltenen Benzinlappen normal starten, starb jedoch danach gleich wieder ab, egal was man machte. Für mich war deshalb klar, dass es an der Kraftstoffzufuhr liegt, da der Motor ja mit Fremdsprit einwandfrei lief.

Die Kraftstoffpumpe ist in Ordnung, der Benzinfilter sauber, Kompression ist auf beiden Zylindern geprüft und liegt so bei 8-8,5 bar. Alle Öle und Zündkerzen/Kabel/Stecker neu. Kräftige Zündfunken. 

Da Vergaser Teile recht schwer zu bekommen sind (Neue Vergaser aus Amerika 500 €) und ich dem alten Vergaser danach nicht mehr recht vertraut habe, habe ich mich entschlossen, die hier im Forum beschriebene Umrüstung auf den Oko PWK 30 Vergaser zu wagen. Diese scheint dem Forumsmitglied Holzverwalter recht gut geglückt zu sein.

Leider läuft mein Motor mit dem Oko- Vergaser nur teilweise bzw. überhaupt nicht. Er springt nur an, wenn ich den Luft-Einlass teilweise zuhalte, läuft dann 30 Sekunden recht gut und stirbt dann ab. Der Vergaser hat so etwas wie eine Volllastanreicherung,  über die er direkt aus der Vergaserwanne Sprit zieht, wenn der Unterdruck sehr hoch wird, was beim zuhalten ja passiert. Mit diesem zusätzlich eingespritzten Benzin läuft er eine Weile und geht dann aus. Ich habe das Gefühl, dass er über die Hauptdüse nicht genügend versorgt wird. Die Luftschraube habe ich schon in allen Stellungen probiert. Nur wenn sie fast geschlossen ist, läuft er etwas besser im Stand, Gas nimmt er überhaupt keins an und stirbt sofort ab. Außerdem raucht er immer noch abartig weiß.

Als Nächstes habe ich den Querschnitt zwischen  Vergaser und Motor verringert, um eventuell die Strömungsgeschwindigkeit zu vergrößern, falls diese nicht ausreichen sollte um den Sprit durch die Düsen nach oben zu saugen. Und siehe da, der Motor läuft im Stand etwas stabiler, man konnte sogar kurzzeitig mal Gas geben, dann aber auch Fehlzündungen. Auch geraucht hat er nicht mehr so stark. Von funktionieren kann aber keine Rede sein. 

Zwischendurch fiel mir beim probieren dann auf, dass plötzlich Öl aus dem Öl Einfüllstutzen unter dem Deckel hervorquoll. Dieses Öl schien mir zu flüssig zu sein. Beim Ablassen hab ich gemerkt dass es fast nur Benzin enthält. Die Baustelle hat sich über mehrere Wochen gezogen und es kann sicherlich sein, dass beim Starten jedes Mal ein Teil Benzin an den Kolben vorbei in das Öl gelaufen ist.

Ich habe das Öl neu aufgefüllt und den Öldeckel nur aufgelegt und nicht verschlossen. Beim Starten ist mir aufgefallen, dass im Kurbel-Gehäuse ein dermaßen starker Druck herrscht, dass der Deckel zu hüpfen anfängt. Ich habe keine Ahnung ob das normal ist oder ob der Boxer Motor derart starke Drücke im Kurbelgehäuse entwickeln kann. Normalerweise würde man sagen ein Kolbenring ist kaputt oder Ähnliches, da aber der Kompressionsdruck einwandfrei ist, kann das nicht sein, oder? 

Ich habe heute die Baustelle abgebrochen, der Hako läuft einigermaßen, wenn man ihm mit Bremsen-Reiniger Brennstoff gibt, mit dem Vergaser funktioniert es einfach nicht. Leider habe ich zum Motor auch überhaupt keine Unterlagen und bin deshalb recht ahnungslos.

Noch mal zu mir: Ich schreibe zum ersten Mal in ein Forum da bis jetzt keine externe Hilfe nötig war. Ich bin KFZ und NFZ-Mechaniker, mache sozusagen alles selbst, überhole die Motoren meiner Fahrzeuge die alle über 30 Jahre alt sind selbst, repariere alles von der Küchenmaschine bis zum MacBook.

Aber so eine Odyssey mit wie mit diesem Hako ist mir noch nicht vorgekommen. Ich wäre wirklich dankbar für Hilfe oder Anregungen.

Grüße Jens

 

Moin,

ein Bekannter hat aktuell ein ähnliches Problem an einem Opel Kadett-Motor. Wenn er läuft, dann wie ein Sack Nüsse. Der Motor hat richtig Druck auf dem Kurbelgehäuse, die Gase riechen stark nach Kraftstoff. Kompression ist ok und hat keinerlei Auffälligkeiten.
Er hat einen Druckverlusttest gemacht und siehe da: 90% Druckverlust auf dem 1ten Zylinder trotz top Kompression. Wie das Unverständliche jetzt zusammenhängt und ob das hier übertragbar ist kann ich leider nicht beurteilen. Nur so als Anregung….

Sowie der Fehler sicher diagnostiziert ist, werde ich das hier nochmal posten, wird aber noch etwas Zeit in Anspruch nehmen.

Gruß,

Oliver

Kamel hat auf diesen Beitrag reagiert.
Kamel

Hallo Oliver,  vielen Dank für deine Antwort. Das hört sich tatsächlich nach einem ähnlichen Problem an.  Wie gesagt, ich bin für jede Anregung sehr dankbar. Was mich sehr interessieren würde, was ein Druckverlust-Test ist und wie man ihn macht… 

Grüße Jens

PS: Wie ein Sack Nüsse läuft, versuche ich mir lieber erst gar nicht vorzustellen 😉

Zündkerzengewinde mit Autoreifenventil basteln, einschrauben, mit Reifenfüller (Manometer) reinblasen bei richtiger Stellung (also wenn die Ventile zu sind), und schauen wie schnell der Druck abfällt. Fällt er sehr schnell ab, hast ein Problem im Brennraum/Zylinder/Kolben/Ventile.

 

Mein 2000er kostet auch Nerven. Bei meinem Vergaser war der Schwimmer undicht, und daher mit Sprit gefüllt, und er ist ständig abgesoffen...

Alles klar, vielen Dank, werde ich probieren.

Da ich zum Motor aber keine Unterlagen habe,

Gibt es eine OT-Markierung, bzw. wie finde ich heraus,

in welcher Stellung die Ventile zu sind,

ohne den Motor aufzumachen.

Die Kerzen sitzen ja seitlich im Kopf,

da komme ich wahrscheinlich schlecht rein,

um zu kucken wo der Kolben steht..

wunderzwelch, da du auch den 2000V hast,

könntest du mal den Motor mit geöffnetem Öleinfüllstutzen starten?

Also so dass der Öldeckel einfach nur darauf liegt?

Hüpft dann dein Öldeckel im Betrieb, so wie von mir beschrieben

oder gibt es bei dir keinen großartigen Druck aus dem Kurbelgehäuse?

tach ock

Wenn du Druck im Motor hast ist die Motorbelüftung verstopft. Der druck kommt meistens von verschlissenen Kolbenringe oder Hohnschliff , das pumt sich auf die eine Luftpumpe . An der Motorbelügtung müssten auch Öl Tropfen sein  vom ölnebel . Der Spreit aus dem Vergaser läuft an den Kolbenringen dann ruter in den Motor .

gruß schmuddel

 

Hallo Schmuddel,

die Kurbelgehäuseentlüftung lässt schon auch Druck durch, deshalb glaube ich nicht dass sie vollkommen verstopft ist. Ich dachte nur, dass der Boxer eventuell so starke Drücke bauartbedingt (kleine Ölwanne) entwickelt, deshalb wäre ein Versuch bei jemand anderem mit dem gleichen Motor für mich hilfreich um einen eventuellen Schaden weiter eingrenzen zu können. Wie geschrieben habe ich keine Erfahrung mit dem Motor. Ich werde die Entlüftung sicherheitshalber aber mal ausbauen und reinigen.

Grüße Jens

 

 

Achso, falls irgendjemand Unterlagen (Reparaturanleitung oder Ähnliches) zu dem Motor hätte

(im Download-Bereich habe ich keine gefunden),

wäre ich sehr sehr dankbar...